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Barcelona, Verdi & der Lachanfall

Aktualisiert: 25. Feb 2019

Wieder einmal genieße ich im Flughafen Terminal von Barcelona die Aussicht auf die Reisenden und diktiere, bevor ich meinen Flug nach München nehme, diesen Blog ( die Batterie meines Laptops ist auf dem Nullpunkt, weshalb ich über mein Handy den folgenden Text diktiere - der Digitalisierung sei Dank! ). Immer wenn ich Menschen im Alltag betrachte, frage ich mich, was mir die jeweiligen Individuen wohl für spannende Geschichten zu erzählen hätten.

Gegenüber von mir sitzt beispielsweise ein dunkelhäutiger Mann und beißt nachdenklich in seinen mit Lachs belegten Bagel.

Sein Gesichtsausdruck zeugt von Sorge, die Hautfurchen sitzen tief, eigentliche Lachfalten sind kaum erkennbar.

Es scheint so als denke er über sein Leben nach, dass scheinbar nicht wenige Schicksalsschläge zu verbuchen hat.

Zwei Stühle weiter sitzt ein junges Paar, verliebt, lächelt, voller Energie.

Ich liebe es glückliche Menschen zu beobachten. Genau diese sichtbaren Emotionen gehen vielen von uns mit der Zeit verloren. Wir trauen uns nicht mehr unseren Gefühlen freien Lauf zu lassen und versuchen diese mit einer Maske aus fehlender Mimik zu verstecken. Warum eigentlich? Warum sind die wenigsten Menschen bereit dazu, zu ihren Gefühlen zu stehen, diese nach außen zu tragen und so für andere sichtbar zu machen? Ist es die Scham vor der eigenen Geschichte oder vielleicht ein Schutz um sich vor Neidern und sonstigen missgünstigen Protagonisten zu schützen?

Wie auch immer, ich beherzige eine ganz andere Politik. Wenn ich fröhlich bin, lache ich (durchaus zu laut), wenn ich traurig bin lasse ich meinen Tränen freien Lauf und wenn ich nachdenklich bin sieht man mir das ebenfalls unmissverständlich an. Es ist letztendlich die Leidenschaft, die das Leben so lebens – und begehrenswert macht, nicht wahr?

Offen gesagt, hat es mich noch nie gekümmert was andere Menschen von meinem Lachen halten oder ob sie sich dadurch gestört fühlen. Zu seinen Emotionen zu stehen und diesen freien Lauf zu lassen hat im übrigen eine angenehme Komponente: Wir stecken andere Menschen an. Ich erinnere mich an jene Szene, als ich in Verdis Oper „Aida“ in einem besonders stillen Moment unwillkürlich einen explosionsartigen Lachanfall erlitt! Das Wissen, dass das Momentum durchaus ungeeignet für meinen emotionalen Ausbruch war, verleitete mich dazu, mein Lachen nochmals zu verstärken und mit lautem Prusten zu untermalen!

Anstatt jedoch mit Ärger zu reagieren, erwiderte mein Umfeld ebenfalls mit lautem Gelächter meinen unerwarteten Ausbruch. Es ging sogar soweit, dass die Darsteller auf der Bühne ihr eigenes Lachen sichtbar zurückhalten mussten, was sich in ihren zitternden Stimmen widerspiegelte. Ich neige dazu zu behaupten, dass jener Abend wohl zu den amüsantesten Momenten Verdis gehörte und in mir (und sicherlich auch in den anderen ehemals anwesenden Gästen) bis heute fantastische Erinnerungen weckt.

Wann hast du das letzte Mal lauthals in einer unangebrachten Situation gelacht? Sei ehrlich, hat es sich nicht fantastisch angefühlt?

Daher mein Tipp an dich: wenn du fröhlich bist dann lache was das Zeugs hält und beobachte wie sich deine Umgebung automatisch von deinem Glücksvirus infizieren lässt!


Es lohnt sich!


Herzlich,


Dein Adel